Mit einer groß angelegten Imagekampagne und falschen Argumenten will die Atomlobby das Image der Atomenergie aufgrünen.
Greenwashing entlarven, die Lügen der Atomlobby enthüllen, Rückschritt ins Energie-Steinzeitalter verhindern!
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Image-Offensive der Atomlobby
Stop Greenwashing! Atomlügen aufdecken. − 08.09.2009 − von Benni Borgerding
Die angekündigte Image-Beilage der Atomlobby ist letzten Sonntag in der Welt am Sonntag, in der Bild am Sonntag und in der Frankfurter Sonntagszeitung erschienen. Die Beilage trägt den Titel „Zukunfts!Fragen“ (sic!) und gibt sich ganze Mühe, auf 12 Seiten im Zeitungsformat eben diese nicht zu beantworten. Wer nicht gleich die Unterzeile mit dem Hinweis auf den Herausgeber liest, könnte meinen, er hielte eine vollwertige Zeitungsbeilage in der Hand, und nicht bloß irgendeine Werbebroschüre.
Gleich die erste Überschrift gibt die Stoßrichtung vor: "Kernkraft: Fakten statt Mythen". Die Kommunikations-Strategie der Atomlobby funktioniert bekanntlich so: Dem Gegner "ideologische Stimmungsmache" vorwerfen und sich selbst als großen Rationalisten darstellen. Da ist es nur konsequent, die eigene Werbebotschaft als journalistisches Aufklärungsstück zu tarnen. Auffällig auch die Verwendung eines grasgrünen Farbtons zum Highlighten und für die Unterüberschriften.
Vorab war zu lesen, die Atomszene sei sauer auf Vattenfall, weil sich der Konzern weigere, eine Stellungnahme zu den Störfällen in Krümmel beizusteuern. Offenbar hat man bei Vattenfall doch noch eingelenkt, jedenfalls findet sich auf Seite 3 ein Interview mit Ernst Michael Züfle, Geschäftsführer der Atomsparte von Vattenfall. Überschrift: „Das Sicherheitssystem hat korrekt funktioniert“. Darunter folgt eine sieben Fragen dauernde Abwiegelung der Vorfälle.
Auf zwei Seiten folgen Beiträge über die „bewährte Sicherheitskultur“. Der Aspekt "terroristischer Anschlag" durch ein Flugzeug bleibt dabei merklich unterbelichtet.
In der Mitte des Heftes findet sich eine Gegenüberstellung von Politikermeinungen, nämlich denen von Michael Müller, SPD-Mitglied, und Dr. Philip Rösler, FDP. Müller antwortet leider sehr unscharf und stellenweise ausweichend auf die Fragen – wenig überraschend, dass ein Befürworter des Ausstiegs in diesem Kontext nicht punkten kann.
Das war es allerdings auch schon mit der Ausgewogenheit, über deren Ausbleiben sich aufzuregen natürlich auch hirnrissig ist. In einem weiteren Beitrag geht es anschließend um ein „Miteinander von Kernenergien und erneuerbaren Energien“. Süß das zugehörige Bild: Pärchen händchenhaltend, Rückansicht. Da wird einem warm ums Herz.
Auf Seite 11 ein „Artikel“ über die Endlagerfrage. Im Blocktext ein in grünen Lettern hervorgehobenes Zitat von Angela Merkel: „Das Bild des gestarteten Flugzeugs, das keinen Landeplatz hat, ist natürlich immer dadurch am Leben erhalten worden, dass man alles, was uns beim Landeplatzbau hätte voranbringen können, unterminiert hat.“
Frau Merkel, wir verstehen, unsere Unnachgiebigkeit muss ganz schön nerven, aber versetzen Sie sich einmal in unsere Lage. Man kriegt eine Scheißangst, wenn man merkt, dass jemand eine Landebahn auf einem zugefrorenen See bauen will!
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Uwe Schumacher sagt
24. MärzDie Persiflage auf den RWE Werbespot ist super! Ich habe mich im Kino richtig geärgert als der RWE Film in der Werbung lief und alle Leute um mich herum gelacht und gekichert haben.
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Matze E. sagt
14. NovemberWie seht ihr eigentlich Tetrapak?
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Floh sagt
17. OktoberZAPP zum Greenwashing - sehr informativ!!! http://www.youtube.com/watch?v=kgMVB0srprg&hl=de
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